Kampfsport in Rosenheim - Kickboxen

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Die Kampfsportart Kickboxen ist vom Karate abgeleitet und kommt aus Amerika. Es gibt mehrere Arten: Vollkontakt-, Leichtkontakt- und Semi-Kontakt Kickboxen (=Pointfighting).
Beim MTV Rosenheim wird überwiegend Semi-Kontakt Kickboxen gelehrt und betrieben.

Beim Semi-Kontakt Kickboxen darf der Kontrahent nur mit leichtem Kontakt (Semi = halb) getroffen werden. Ein weiterer grundlegender Unterschied zum Boxen besteht darin, dass beim Semi-Kontakt Kickboxen der Kampf nach jedem Treffer unterbrochen und eine Wertung vergeben wird (ähnlich dem Fechten).
Im Semi-Kontakt Kickboxen sind Schnelligkeit und Technik gefordert.


Gekämpft wird meistens nach KO-System, d.h. der Gewinner kommt in die nächste Runde, der Verlierer scheidet aus.







Im Wettkampf werden die Teilnehmer in Gewichtsklassen eingeteilt, die Kampfzeit beträgt je nach Teilnehmerzahl und Art des Turniers entweder zwei, drei oder zwei mal zwei Minuten. Gekämpft wird im sogenannten K.O.-System (der Sieger kommt in die nächste Runde, der Verlierer scheidet aus). Die Treffer werden je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich mit 1 bis 3 Punkten bewertet.
Wettkämpfer 1

Auf dem Bild oben die Trainer: Michael Reiser (mitte), Bronzeweltmeister WKA Florida 2007, Vizeweltmeister Team USA 2007, mehrfacher Deutscher -, Süddeutscher - und Oberbayerischer Meister, Deutschlandpokalsieger, Vizeworldcupsieger 2002, Deutscher Meister im Grand Champion 2007 und Mitglied im Deutschen Nationalteam seit 2006, Florian Auer (links), Weltmeister World Martial Arts Games 2007, Bronzemeister Austrian Classics WAKO 2007, Ostdeutscher Vizemeister WKA 2007, Bronzemeister Deutschlandpokal WKA und 2008 Süddeutscher Bronzemeister, seit 2008 Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft WKA.

Weitere Kickboxtrainer sind: Andreas Betsche, Vizeweltmeister WAKO USA 1991, Europabronzemeister Finnland 1994, mehrfacher Deutscher- und Süddeutscher Meister, Stefan Barthold und Christian Meisersick.

Für die Jugend zuständiger Trainer ist Philipp Kreiter, Weltmeister World Martial Arts Games 2007

Mike WM Spanien
Michael in Vorbereitung zum  WM-Kampf in Spanien





Florian Auer und Marco Schönhoff Vizeweltmeister 2009 im spanischen Huelva

Vier Rosenheimer fürs Deutsche Nationalteam qualifiziert
WM Spanien Flo und Marcovon links: Florian und Marco am Strand von Huelva

In der Woche vom 27.09.2009 bis 02.10.2009 fand in Huelva in Spanien die Weltmeisterschaft der Kampfkünste statt.
Vom MTV Rosenheim konnten sich heuer gleich vier Kämpfer für das Deutsche Nationalteam qualifizieren:
Michael Reiser, Trainer vom MTV Rosenheim, der sich in der Klasse PF bis 90 kg, Ernst Bergauer, Leichtkontakt bis 80 kg, Florian Auer Semikontakt bis 75 kg und Marco Schönhoff, ebenfalls Semikontakt bis 65 kg.
Leider konnte Reiser an der WM letztendlich doch nicht starten.


Ernst Bergauer startete in der Klasse LK bis 80 kg und musste sich im ersten Kampf dem Franzosen Sherom Elliot stellen. Bergauer dominierte die erste Runde klar und konnte viele schöne Treffer an Kopf und Körper seines Gegners landen. In der zweiten Runde konzentrierte sich der Rosenheimer mehr auf Taktik und Bewegung. Er lies seinen Gegner zwei Minuten lang ins Leere laufen und holte sich so den Sieg.
Auch im zweiten Kampf gegen Coste Victor aus Malaysia setzte sich Bergauer entschieden durch ohne ernsthaft in Bedrängnis zu kommen.
Tadhg Connoly aus Irland machte Bergauer schließlich die ersten größeren Probleme. Nach einem offenen Schlagabtausch über zwei Minuten konnte man sich nicht sicher sein, welcher der beiden Sportler den Sieg einfahren würde. Am Ende wurden es glückliche 2 zu 1 Kampfrichterstimmen für den Rosenheimer.
Der nächste Kampf ging um den Einzug ins Halbfinale. Kinlin Alexander aus Schottland beendete den Vormarsch des Rosenheimers und glänzte mit einer überragenden Beintechnik.
Somit trotz hervorragender Leistung kein Medaillienrang für den MTV-Kämpfer Ernst Bergauer bei der WM 2009.

Marco Schönhoff trat in der Klasse PF bis 65 kg an. Nach harten Wochen der Vorbereitung fuhr der Rosenheimer auf seine erste Weltmeisterschaft.
Mit einem Freilos startete der Rosenheimer dort in die zweite Runde. Hier stand ihm der Italiener Francesko Parlone gegenüber. Hoch motiviert wirbelete Marco eine harte Attacke nach der anderen und überrannte seinen Gegner geradezu mit schnellen Fuß - Faustkombinationen. Der Italiener hatte nichts entgegenzusetzen und musste sich mit 9 zu 3 Punkten klar geschlagen geben.
Im Halbfinale stand jetzt Kimmy St. Pierre aus Kanada zwischen Schönhoff und dem WM Finale. St. Pierre startete gut in den Kampf und konnte am Anfang mit zwei schnellen und harten Kicks zum Kopf des Rosenheimers klar in Führung gehen. Schönhoff, änderte prompt seine Taktik und ging auf Risiko. Beim nächsten hohen Kick des Kanadiers setzte er alles auf eine Karte und konterte  mit einem gesprungenen Drehkick den Angriff seines Gegners. Der Kick traf direkt unterhalb der rechten Schläfe und schickte den Kanadier in eine Zwangspause. Nachdem sich sein Gegner dem Kampf wieder stellte, war es ein Leichtes für den Rosenheimer sich den Sieg zu sichern. Stark angeschlagen hatte St. Pierre dann nicht mehr die Kraft und den Mut den Attacken Schönhoffs auszuweichen. Mit 8 zu 6 Punkten zog Schönhoff in das Finale bis 65 kg ein.

Stewart Wilkinson, ebenfalls aus Kanada, war dem Rosenheimer Newcomer im Finalkampf, welcher auf der Abendgala ausgetragen wurde mental und erfahrungstechnisch klar überlegen. Schönhoff, der seinem Gegner in Schnelligkeit und Technik nicht nachstand, geriet aufgrund der nervlichen Anspannung des Endkampfes unter Druck und gestattete sich ein paar Leichtigkeitsfehler. Zu oft ließ er sich vom Kanadier anfangs auskontern und fand auch in der zweiten Runde nicht richtig in den Kampf. Am Ende musste sich Schönhoff mit 12 zu 6 Punkten dem erfahreneren Kämpfer geschlagen geben.
Dennoch ist der Titel des Vizeweltmeisters ein großer Erfolg in der noch vielversprechenden Laufbahn des jungen Sportlers vom MTV Rosenheim.


Florian Auer startete in der Klasse bis 75 kg. Sein erster Gegner, der Türke Isham Gorüt hatte dem routinierten Rosenheimer nichts entgegenzusetzen. Mit einem klaren 9 zu 1 Treffersieg zog Auer ins Viertelfinale ein.
Tony Barrado aus den USA musste auch schnell feststellen, dass der Rosenheimer um einige Klassen besser war. Spielerisch wich der routinierte Auer den Angriffen seines Gegners aus um dann blitzschnell mit Kicks und Schlägen zu kontern. Kurz vor Ende des Kampfes setzte Florian Auer einen gezielten Stopkick zum Bauch des Kontrahenten an, welcher im Semikontaktkickboxen als Technisches KO gewertet - das vorzeitige Aus für den Amerikaner bedeutete.
Kerion Dalton Williams hieß der englische Halbfinalgegner von Florian Auer. Technisch etwa auf gleicher Höhe begann der Kampf sehr ausgeglichen. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass der Rosenheimer an Schnelligkeit die Nase vor dem Mann aus England hatte. Mit blitzschnellen Faustangriffen überraschte er immer wieder. Nachdem Auer zu Beginn der zweiten Hälfte des Kampfes mit 6 zu 3 Punkten in Führung ging, stellte Auer  die Taktik um und setzte auf Kontern, Halten und Bewegung. Williams versuchte zwar alles um den Rückstand aufzuholen, doch Auer war der bessere Mann und ließ seinen Gegner ins Leere laufen, um bis zum Ende der Kampfzeit die Führung durch geschickte Kontermanöver auf 9 zu 5 auszubauen.

In der Abendgala wurde das Finale bis 75 kg zwischen Florian Auer aus Deutschland und Samuel Gagnon aus Kanada ausgetragen.
Zu Beginn der ersten Runde deckte Auer seinen Gegner mit schnellen Kicks zu Kopf und Körper regelrecht ein. Bis auf einige wenige Gelegenheiten konnte Gagnon hier nichts entgegensetzen und es sah nach einem klaren Durchmarsch für den Rosenheimer aus.
Doch nach der Rundenpause stellte sich der Kanadier taktisch um und überraschte Auer gleich zu Beginn. Der Rosenheimer fand nun nicht mehr richtig in den Kampf und ließ sich vom Kanadier dessen Kampfstil aufzwingen. Am Ende verlor Auer knapp mit 13 zu 15 Treffern und musste sich mit dem Vizeweltmeistertitel zufrieden geben.

Bericht: M.Reiser


Ernst Bergauer vom MTV Rosenheim erkämpft sich Deutschen Profititel im Leichtkontakt-Kickboxen der WKA
Ernst Bergauer
Ernst nach dem Titelkampf in Würzburg


Kickboxen ist eine Kampfsportart, bei der das Schlagen mit Füßen und Händen wie bei der Kampfsportart Karate mit konventionellem Boxen verbunden wird.
Beim Leichtkontakt-Kickboxing wird meist auf Matten gekämpft. Das Ziel ist es, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen.
Im Gegensatz zum Semikontakt wird im Leichtkontakt jedoch nicht nach jedem erzielten Treffer unterbrochen, sondern weitergekämpft. Das Tragen von Schutzausrüstung (geschlossene, meist 10 oz Handschuhe bei Männern,  Fuß- und Schienbeinschutz, Kopfschutz, Tiefschutz und natürlich ein Gebissschutz) ist Pflicht.
Leichtkontakt ist technisch und vor allem konditionell sehr fordernd und anspruchsvoll. Im Turnierbetrieb gehören die Leichtkontaktkämpfe zu den Highlights solcher Veranstaltungen. Jede Runde ist durch jeden Punktrichter einzeln zu bewerten. Die Bewertungen einer Runde soll nach der Anzahl der tatsächlichen Treffer erfolgen. Außerdem kann nach jeder Runde ein Hilfspunkt für die bessere Technik und Taktik vergeben werden!

Am Sonntag, den 8.11.09 fand auf der Kampfgala in Würzburg der Kampf um die Deutsche Pro Meisterschaft im Leichtkontakt über 5 Runden mit je zwei Minuten Kampfzeit statt.
Ernst Bergauer, Kämpfer vom MTV Rosenheim, qualifizierte sich aufgrund seiner Leistungen in den letzten Jahren als Anwärter für diesen Titel. Er trat gegen den amtierenden Titelträger Christian Büschle an.
Bergauer, der als Außenseiter in den Kampf zog, zeigte jedoch von Anfang an eine hervorragende Arbeit und dominierte seinen Gegner in der ersten Runde klar.
Mitte der zweiten Runde gelang es dem Rosenheimer nach einer schnellen Faust-Fuß Kombination erstmals seinen Gegner technisch niederzuschlagen. Büschele wurde wie im Boxen bis 6 angezählt, bevor er sich dem Kampf wieder stellen konnte. Stark angeschlagen rettete sich der amtierende Meister in die Rundenpause.
Auch in Runde 3 war es Bergauer, der den Kampfverlauf diktierte. Immer wieder blockte er die Schläge seines Gegners gekonnt ab, oder wich geschickt aus um dann seinerseits Treffer zu setzen.
In Runde 4 bäumte sich Büschle noch einmal auf und konnte zwischenzeitlich erkennbar machen, warum er den Titel trägt. In dieser Phase ausgeglichen mussten beide Kämpfer schwere Treffer einstecken.
Zu beginn der letzten, der fünften Runde war den beiden Kontrahenten bereits klar, dass der Kämpfer vom Rosenheimer MTV punktemäßig in Führung lag. Also blieb Büschle nichts anderes übrig, als mit aller Kraft den vorzeitigen Sieg durch KO herbeizuführen, um den Titel zu behalten. Dabei vernachlässigte er jedoch seine Deckungsarbeit und lief abermals in einen gezielt angesetzten Frontkick von Bergauer, der ihn zum zweiten mal  auf die Matte schickte. Zwar stand Büschle schnell wieder auf, konnte allerdings nichts mehr entgegensetzen. Konditionell stark angeschlagen rettete er den Kampf noch über die Zeit.

Bergauer gewann den Deutschen Pro Titel im Leichtkontakt klar mit 3 zu 0 Kampfrichterstimmen und hatte allen Grund sich zu freuen, da er doch auf der Weltmeisterschaft in Spanien vor 2 Wochen nur knapp einen Medaillenplatz verpasste.

Bericht: M.Reiser




Bundesligastart 2010

Zwei MTV Kickboxer im Deutschen Bundesliga-Kader

 

 Deutschlandkader 2010

In Kelkheim bei Frankfurt wurde im Januar 2010 die Hinrunde zur 1. Kickbox Bundesliga ausgetragen. Mit dabei im Team „Starfighters“: Michael Reiser und Marco Schönhoff (Sportgemeinschaft Mallersdorf - Rosenheim). Das Team Starfighter, welches im letzten Jahr Deutscher Vizemeister wurde, startete ohne den erkrankten Florian Auer (Rosenheim), doch mit einem starken Neuzugang. Anatoli Kuschnir aus Amburg. Auch wenn das Team aus Hamburg, welches den Meistertitel im Vorjahr gewann, durch den Ausfall von gleich drei Stammkämpfern nicht an der Hinrunde teilnehmen konnte, waren die gegnerischen Teams doch sehr stark besetzt!

Das Team der Starfighters musste im ersten Kampf gegen die in Kelkheim heimische Mannschaft antreten. Durch Siege von Simon Völkl, Christoph Ghare, Stephan Spannfellner und Anatoli Kuschnir ging Michael Reiser aus Rosenheim mit einer 10-Punkte-Führung in den letzten Kampf und holte den ersten Sieg für das Team Starfighters.

Auch gegen den Vorjahresdritten, das Team Storck, konnte man sich durchsezten, wenn auch knapp und übernahm so erstmals die Führung im Gesamtvergleich.

Gegen Team Hun Do Nordseefighters startete Schönhoff in den ersten Kampf und konnte gleich einen 4-Punkte-Vorsprung für die Starfighters herausholen. Andreas Babe, Anatoli Kuschnir, Michael Reiser und Stephan Spannfellner gewannen ebenfalls und holten den nächsten Sieg.

Gegen die wohl stärksten Rivalen, das Team Match 1 aus Obermoschel, musste man nun gewinnen, wollte man auf Platz 1 stehen bis zur Rückrunde. Bei den Starfighters startete Simon Völkl in den ersten Kampf und gewann diesen mit 7 zu 3 Punkten. Michael Reiser konnte gegen seinen Gegner im zweiten Kampf nochmals vier Punkte für die Starfighters gutmachen. Andreas Babe musste im Anschluss leider wieder fünf Punkte an das Team Match 1 abgeben und somit war der Vorsprung leider schon auf drei Punkte geschmolzen.

In Kampf vier stand der 19-jährige und 67 kg schwere Stephan Spannfellner dem Weltmeister im Schwergewicht, Dirk Hilger, gegenüber und musste sich klar mit 13 zu 2 geschlagen geben. Nun lag es an Anatoli Kuschnir im letzten Kampf noch einmal aufzuholen. Sein Gegner war Günther Schönrock. Der 42-jährige Seniorenweltmeister ließ den jungen Kuschnir nicht zum Zuge kommen, immer wieder wich er den langen Kicks und beherzten Faustangriffen geschickt aus und rettete den Sieg für Match 1 über die Zeit.

Am Abend wurden noch die Punkte und Treffer aller Begegnungen ausgewertet. Das Ergebnis fiel sehr knapp aus: drei Teams waren punktgleich auf Rang Eins. Also wurden nun die Punktdifferenzen der jeweiligen Einzelbegegnungen ausgerechnet. Das Team der Starfighter kam hierbei zwar nur noch auf Platz drei, doch ist noch alles für die Rückrunde offen.



Süddeutscher Meistertitel für den MTV-Kickboxer Michael Reiser, Marco Schönhoff Bayerischer Vizemeister

 

Am 13. Februar 2010 fand in Mitteleschenbach nahe Nürnberg die Süddeutsche Meisterschaft der ISKA im Kickboxen statt.

Michael Reiser und Marco Schönhoff vom MTV machten sich im Schneechaos auf den Weg dorthin.

Marco Schönhoff startete als erster in der Klasse bis 67 Kg. Den ersten Kampf gegen den Augsburger Timo Schönrock konnte der Rosenheimer mit 9 zu 3 klar für sich entscheiden und zog somit auch schon ins Halbfinale dieser Klasse ein. Sebastian Lettl vom Team Profighters aus Regensburg machte dem Rosenheimer hier das Leben schwer. Schönhoff geriet zu Beginn schnell in Rückstand und musste jetzt alles auf Angriff setzen. Leider lief ihm die Zeit davon und er musste sich mit 10 zu 7 Punkten geschlagen geben. Den Kampf um Platz 3 konnte Schönhoff im Anschluss klar für sich entscheiden.

In der zweiten Gewichtsklasse, die Schönhoff ebenfalls belegte, startete er nun gelassener und konnte in allen Vorkämpfen überzeugende Siege verbuchen. Im Finale stand er der Nummer Eins des Teams Profighters aus Regensburg gegenüber: Aylan Ertekül. Nach einem spannend beginnendem Kampf behielt der Regensburger jedoch klar die Oberhand und verwies Schönhoff am Ende mit 14 zu 8 Punkten auf den zweiten Platz.

Trainer Michael Reiser vom MTV begann in der Klasse bis 89 Kg. Mit drei klaren Siegen zog Reiser hier ins Finale ein und stand seinem Freund und Bundesligateamkollegen Anatoli Kuschnier aus Amberg gegenüber. Mit einigen schönen Einlagen begeisterten die beiden Kämpfer das Puplikum, arbeiteten allerdings etwas zurückhaltend und respektvoll. Kurz vor Ende war der Kampf noch unentschieden und erst in letzter Sekunde konnte Kuschnier den Rosenheimer mit einem Roundkick zum Kopf auf den 2. Platz verweisen.

Auch in der Klasse Plus 89 Kg startete Reiser richtig durch. Ohne Rücksicht setzte der Rosenheimer alles auf Sieg.

Auch schien es, als hätte keiner seiner Kontrahenten etwas entgegenzusetzen, bis Reiser im Finale auf Thomas Bach vom Team Profighters aus Regensburg traf. Mit sehr schnellen und gezielten Kicks drängte Bach den Rosenheimer immer mehr in die Verteidigung. Reiser bewegte sich, wich aus und versuchte seinerseits im richtigen Moment geeignete Treffer zu setzten. Zweimal wurde der Rosenheimer schwer mit einem Axkick an Rücken und Wirbelsäule getroffen. Doch Reiser ließ sich nicht bremsen und machte nun selbst Druck. In letzter Sekunde tauchte der Rosenheimer mit einer gewagten Bewegung unter dem Kick seines Gegners durch und schlug in der Aufwärtsbewegung gezielt auf Gesicht und Schläfe des Regensburgers. Im nächsten Moment war die Zeit um und der Rosenheimer bekam den entscheidenden Siegespunkt zugesprochen, der dem MTV-Kämpfer den Titel des Süddeutschen Meisters einbrachte.



Kickboxer vom MTV-Rosenheim bestreiten Süddeutsche Meisterschaft

 

Am 24.April 2010 fand in Niefern bei Pforzheim die Süddeutsche Meisterschaft WKA im Kickboxen statt. Mit 900 Startern zählt dieses Turnier zu einem der Größten in Deutschland.

 

Marco Schönhoff trat im Semikontaktkickboxen in den Klassen Herren Schwarzgurt bis 65 kg und bis 70 kg an.

In der ersten Klasse konnte sich der Rosenheimer schnell ins Finale vorkämpfen, wo er auf Simon Völkl aus Mallersdorf traf. In Runde 1 konnte sich Schönhoff zwar einen knappen 7 zu 6 Punkte Vorsprung erkämpfen, welchen er leider in Runde 2 wieder abgeben musste. Mit schnellen Kontern überraschte Völkl den Rosenheimer und baute zum Ende den Vorsprung sogar noch auf 22 zu 17 aus. Nach Platz 2 in der Klasse bis 65kg drehte Schönhoff noch einmal richtig auf und fegte geradezu durch die Klasse bis 70 kg. Jetzt wieder mit der Leistung, die ihm das Wochenende zuvor am Star Cup zwei erste. Plätze einbrachte. Mit schnellen harten Kicks, gegen die seine Gegner machtlos waren, warf er einen nach dem anderen aus dem Turnier und holte sich am Ende den Titel des Süddeutschen Meisters bis 70 kg.

 

Michael Reiser (Semikontakt), welcher dieses Jahr unschlagbar zu sein scheint, holte sich am Star Cup in Mallersdorf ebenfalls zwei erste Plätze und gewann am Ende noch den Tag-Team Titel. In Niefern - wieder in der Favouritenrolle - wurde der Rosenheimer den Erwartungen gerecht und zeigte abermals eine herausragende Leistung. Mit lockeren Bewegungen tanzte Reiser seine Gegner geradezu aus um dann blitzschnell mit harten Attacken nach vorne zu stürmen. So kämpfte sich der Rosenheimer in den Klassen bis 90 kg und plus 90 kg bis zum Finale vor, wo er sich in beiden Klassen jeweils den Titel des Süddeutschen Meisters nicht mehr nehmen ließ. Nach diesem Auftritt führt Reiser nun in zwei Klassen die Deutsche Rangliste an und hat sich schon jetzt als Starter für den MTV Rosenheim zur Weltmeisterschaft in Schottland qualifiziert.

 

Auch Ernst Bergauer, welcher in der Klasse Leichtkontakt bis 80 kg kämpfte, zeigte eine starke Leistung. Mit zwei schönen, klaren Siegen zog er ins Halbfinale ein, wo er auf Thomas Birkle aus Niefern traf. In einem harten und sehr knappen Kampf entschieden sich die Kampfrichter am Ende für den lokalen Kämpfer. Im Kampf um Platz 3 gab der Rosenheimer noch einmal alles, um sich Punkte für die Rangliste zu sichern, was ihm auch gelang: mit 3 zu 0 Kampfrichterstimmen gewann er diesen Kampf klar und wurde Süddeutscher Bronzemeister.