Kickboxen ist eine Kampfsportart,
bei der das Schlagen mit Händen und Füßen aus dem traditionellen
Karate mit konventionellem Boxen verbunden wird.
Kickboxen kommt aus Amerika. Es gibt mehrere Arten:
Vollkontakt-, Leichtkontakt- und Semi-Kontakt Kickboxen
(=Pointfighting). Beim MTV Rosenheim wird
überwiegend Semi-Kontakt Kickboxen gelehrt und betrieben, sowie
neuerdings auch Leichtkontakt.
Beim Semi-Kontakt Kickboxen darf der
Kontrahent nur mit leichtem Kontakt (Semi = halb) getroffen werden. Ein
weiterer grundlegender Unterschied zum Boxen besteht darin, dass beim
Semi-Kontakt Kickboxen der Kampf nach jedem Treffer unterbrochen und
eine Wertung vergeben wird (ähnlich dem Fechten). Im Semi-Kontakt Kickboxen sind
Schnelligkeit und Technik gefordert. Gekämpft wird meistens nach
KO-System, d.h. der Gewinner kommt in die nächste Runde, der Verlierer
scheidet aus.
Beim Leichtkontakt-Kickboxing wird meist
auf Matten gekämpft. Das Ziel ist es, mehr Treffer als der Gegner zu
erzielen. Im Gegensatz zum Semikontakt wird
im Leichtkontakt jedoch nicht nach jedem erzielten Treffer
unterbrochen, sondern weitergekämpft. Das Tragen von Schutzausrüstung ist Pflicht (geschlossene, meist 10 oz Handschuhe
bei Männern, Fuß- und Schienbeinschutz, Kopfschutz, Tiefschutz
und natürlich ein Gebissschutz.) Leichtkontakt ist technisch und vor
allem konditionell sehr fordernd und anspruchsvoll. Im Turnierbetrieb
gehören die Leichtkontaktkämpfe zu den Highlights solcher
Veranstaltungen. Jede Runde ist durch jeden der drei Punktrichter
einzeln zu bewerten. Die Bewertungen einer Runde soll nach der Anzahl
der tatsächlichen Treffer erfolgen. Außerdem kann nach jeder Runde ein
Hilfspunkt für die bessere Technik und Taktik vergeben werden!
Im Wettkampf werden die Teilnehmer in
Gewichtsklassen eingeteilt, die Kampfzeit beträgt je nach
Teilnehmerzahl und Art
des Turniers entweder zwei, drei oder zwei mal zwei Minuten.
Gekämpft wird im
sogenannten K.O.-System (der Sieger kommt in die nächste
Runde, der Verlierer
scheidet aus). Die Treffer werden je nach Schwierigkeitsgrad
unterschiedlich
mit 1 bis 3 Punkten bewertet.
Auf dem Bild oben die Trainer:
Michael Reiser (mitte), Bronzeweltmeister WKA Florida 2007,
Vizeweltmeister Team USA 2007, mehrfacher Deutscher -, Süddeutscher -
und Oberbayerischer Meister, Deutschlandpokalsieger, Vizeworldcupsieger
2002, Deutscher Meister im Grand Champion 2007 und Mitglied im
Deutschen Nationalteam seit 2006; Weltmeister 2010 Schottland, Florian
Auer (links), Weltmeister World Martial Arts Games 2007,
Bronzemeister
Austrian Classics WAKO 2007, Ostdeutscher Vizemeister WKA 2007,
Bronzemeister Deutschlandpokal WKA und 2008 Süddeutscher Bronzemeister,
seit 2008 Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft WKA und
Vizeweltmeister 2009 Spanien und Leichtkontaktler Ernst
Bergauer, Deutscher Profimeister WKA 2009.
Weiterer Kickboxtrainer ist Andreas
Betsche, Vizeweltmeister WAKO USA 1991, Europabronzemeister
Finnland 1994, mehrfacher Deutscher- und Süddeutscher Meister.
Für die
Jugend
zuständige Trainer sind Philipp
Kreiter, Weltmeister
World Martial Arts Games 2007 und Daniel
Großmann.
Michael in Vorbereitung zum WM-Kampf in Spanien
Kinderkickboxgruppe für Mädchen und
Buben von 9 bis 15 Jahren
Kun-Tai-Ko bietet ab sofort eine
Kinderkickboxgruppe für Mädchen und Buben von neun bis fünfzehn Jahren
an. Interessierte können sich gerne bei Philipp oder Daniel erkundigen,
Tel. 08031 – 70 5 12.
Wir bieten die Möglichkeit des einfachen Fitnesstrainings, sowie an
Turnieren teilzunehmen.
Das Training findet außerhalb der Schulferien jeweils freitags von
15.45 bis 17.15 Uhr in der neuen Schulturnhalle der Grund- und
Hauptschule in Fürstätt statt / Eingang Äußere Münchener Straße.
Vereinsinternes Kinderkickboxturnier im
Oktober 2010 durchgeführt
Unerwartet rege war die
Teilnahme
am diesjährigen Kinder-Junky-Turnier in der Fürstätter
Turnhalle. Hierbei handelt es sich um ein vereinsinternes
Kinderkickboxturnier für Neun- bis Fünfzehnjährige. Die Leitung hatten Philipp Kreiter
und Daniel Großmann. Gekämpft wurde in drei
Klassen. Platz 1 bei den Mädels
erkämpfte sich Anika, vor Rebekka; bei der Nachwuchsjugend hatte
Newcomer Stefan vor Pascal die Nase vorne und die Klasse der Junioren
siegte Lino vor Daniel.
Bilder dazu sind auf
der Homepage
des MTV Rosenheim, unter der Seite "Kampfsport / News" ersichtlich.
Michael Reiser und Marco Schönhoff
wurden Weltmeister im WKA Kickboxen 2010 in Schottland, Ernst Bergauer
sicherte sich den Bronzemeistertitel
Drei
Wettkämpfer
vom
MTV
Rosenheim
vertreten
Deutschland in der Woche vom
23.10. bis 30.10.2010 im Schottischen Edinburgh
Michael Reiser, Trainer der
Abteilung Kickboxen beim MTV, startete als Ranglistenerster in der
Klasse Pointfighting (PF) bis 90 KG. An Tag 2 der Vorkämpfe startete diese
Klasse gegen 13:00 Uhr und der Rosenheimer musste sich in der ersten
Runde gegen Baghdady Alaan aus Kanada durchsetzen. Reiser war vor dem
Kampf stark angespannt, da die kanadischen Kämpfer zu den Besten
zählen. Denn anders als in Europa ist dieser Sport in Kanada und den
USA viel stärker verbreitet und zieht viele Zuschauer zu den
Wettkampfstätten. Doch schon nach kurzer Zeit war die
Überlegenheit des deutschen Athleten zu erkennen, Technisch und
Körperlich überlegen fegte er seinen Gegner mit 8 zu 1 Punkten von der
Matte. Timothy Clouth aus Wales war nun der Viertelfinalgegner des
Rosenheimers. Doch vom ersten Kampf beflügelt lief dieser nun zu
absoluter Höchstform auf und gewann den zweiten Kampf mit 10 zu 0
Punkten durch Technisches KO. Im Halbfinale versuchte nun Ashton Scott
aus England die rosenheimer Titelträume zu vernichten. Nach einer
ausgeglichenen ersten Hälfte stand es 4 zu 4. Doch so kurz vor dem
Finale war es der Rosenheimer, welcher sich aufbäumte und nun abermals
das letzte aus sich herausholte. Mit schnellen und harten Kicks, welche
abwechselnd auf Kopf und Körper seines Gegner trafen, raubte er diesem
jegliche Finalhoffnung und zog mit 9 zu 4 Punkten ins Finale dieser
Weltmeisterschaft ein. Das Finale fand am nächsten Tag gegen 20:00 Uhr
deutscher Zeit statt und wurde live im Internet TV übertragen. Michael
Reisers Finalgegner war der Engländer Williamson Gavin, welcher im
Vorjahr zum Weltmeister in dieser Klasse wurde. Zu Beginn des Kampfes
war der Rosenheimer noch leicht zerstreut und geriet in Rückstand,
merkte dann jedoch, dass er dem Engländer technisch überlegen war und
nutzte seine hervorragenden Kicks um in Runde 1 mit 11 zu 4 Punkten in
Führung zu gehen. Den Titel schon vor Augen, musste Reiser nun diesen
Abstand noch 2 Minuten halten. Doch auch als Williamson noch einmal
alles versuchte und mit harten jedoch ungenauen Techniken auf den
Rosenheimer einstürmte, blieb dieser cool, wich seinem Gegner gekonnt
aus und holte sich den Titel des Weltmeisters bis 90 Kg 2010. Michael
Reiser startete zusätzlich noch für die deutsche Teamauswahl und holte
sich hier ebenfalls noch eine Bronzemedaille zu seinem Titel. Marco Schönhoff, Ranglistenerster
in der Klasse PF bis 65 Kg, musste am 2. Wettkampftag um 10 Uhr morgens
zu den Vorkämpfen antreten. Bei 8 Gegnern in dieser Klasse würden dem
Rosenheimer 2 Siege bis zum Finale reichen. Als es dann soweit war und
der Kampfrichter in seinem ersten Kampf gegen Simon O´Brian aus Wales
das Startsignal gab, explodierte der Rosenheimer, riss sein Bein nach
oben und lies harte Kicks von allen Seiten auf seinen Gegner
einprasseln. Der Waliser konnte der harten Kampfweise Schönhoffs nicht
entgegenwirken und wurde mit 12 zu 4 Punkten aus dem Turnier gefegt. Im
Halbfinale versperrte nun Marchese Giovanni aus England den Weg. Nun
kämpfte Schönhoff ganz anders und überraschte seinen Gegner mit dieser
taktischen Umstellung. Nach harter Offensive im ersten Kampf bewegte
sich der Rosenheimer nun ein ums andere Mal um die Angriffe seines
Gegners herum und konterte diesen mit blitzschnellen Fuß-
Faustkombinationen aus. Als sich der Engländer nach der Hälfte des
Kampfes darauf einzustellen schien, ging der Rosenheimer wieder in den
Angriff über und gewann am Ende klar mit 13 zu 6 Punkten. Erst am 2. Finaltag dieser
Weltmeisterschaft gegen 19:00 Uhr traf Schönhoff im Finale auf Marlow
Ryan, ebenfalls aus England. Ryan, welcher in den Vorrunden beide
Kämpfe durch technisches KO gewann, hatte den harten Kicks des
Rosenheimers jedoch nur wenig entgegen zu setzten. Immer wieder konnte
dieser mit schnellen Attacken Punkte holen und beherrschte den Kampf
mit technischer und körperlicher Überlegenheit. 8 zu 1 führte Schönhoff
nach Runde 1 und hatte nun ebenfalls den Titel vor Augen. In Runde 2
zeigte sich abermals das große Können des Rosenheimers. Jetzt wieder
auf Bewegung und Konter fixiert, hielt dieser den Vorsprung, bis
es beim Endergebnis von 16 zu 5 hieß, Weltmeister 2010 Marco Schönhoff
aus Rosenheim.
Ernst Bergauer, welcher sich als
Ranglistendritter für die Klasse Leichtkontakt (LK) bis 80 Kg
qualifizierte, musste gleich am ersten Wettkampftag gegen 18:30 Uhr
seine Vorrundenkämpfe bestreiten. Im ersten Kampf traf dieser auf den
Nordiren Sam Bright und warf sich verbissen in diesen Kampf. Die beiden
Kämpfer schenkten sich nichts und schon nach kurzer Zeit kam es zu
harten Treffern auf beiden Seiten. Kurz vor Ende der ersten Runde
dieses Viertelfinalkampfes verpasste Bergauer seinen Gegner nur knapp
mit einem harten linken Schwinger, als dieser jedoch direkt darauf
versuchte zu kontern lief er dem Rosenheimer hart in den Ellenbogen.
Der Nordire musste den Kampf daraufhin aufgeben, da die Ringärzte die
Blutung der Nase nicht schnell genug stoppen konnten. Im Halbfinale
stand dem Rosenheimer nun Kennedy Alexander Fraser aus England
gegenüber. Kennedy dominierte den Kampf in der ersten Runde und war dem
Rosenheimer an Erfahrung ein Stück voraus. In Runde 2 bäumte sich
Bergauer noch einmal auf und versuchte durch Härte den Kampf noch
einmal zu drehen, doch der Engländer holte sich am Ende den Sieg und
wurde zwei Tage später im Finale Weltmeister dieser Klasse. Bergauer
holte somit noch den 3. Platz nach Rosenheim.
Zwei Weltmeistertitel und zwei 3.
Plätze sind absolute Spitzenergebnisse für die Kickboxer vom
MTV-Rosenheim auf der Weltmeisterschaft 2010 in Schottland!
Bericht: M. Reiser
Deutscher Meistertitel im Kickboxen
Herren-Einzel der WKA Germany ging Ende September 2010 in Warendorf bei
Bielefeld an die Rosenheimer Semikontaktler Michael Reiser (bis 90 kg)
und an Marco Schönhoff (bis 70 kg), die für den MTV starteten
Reiser, Trainer der
Rosenheimer
Wettkämpfer und seit 7 Jahren infolge Deutscher Meister im
Pointfighting Kickboxen dominierte wieder klar und routiniert gegen 18
leistungsstarke Teilnehmer. Schönhoff gelang die
Überraschung, sich gegen den Angstgegner deutlich durchzusetzen
und startete anschließend ungebremst ins Finale durch, welches er
mit deutlichem Punkteunterschied für sich entschied.
Kickboxer
vom
MTV-Rosenheim
bestreiten
Süddeutsche
Meisterschaft
2010
Am 24.April
2010 fand in
Niefern bei Pforzheim die Süddeutsche Meisterschaft WKA im Kickboxen
statt. Mit
900 Startern zählt dieses Turnier zu einem der Größten in Deutschland.
Marco
Schönhoff trat im Semikontaktkickboxen
in den Klassen Herren Schwarzgurt bis 65 kg und bis 70 kg an.
In der ersten
Klasse
konnte sich der Rosenheimer schnell ins Finale vorkämpfen, wo er auf
Simon
Völkl aus Mallersdorf traf. In Runde 1 konnte sich Schönhoff zwar einen
knappen
7 zu 6 Punkte Vorsprung erkämpfen, welchen er leider in Runde 2 wieder
abgeben
musste. Mit schnellen Kontern überraschte Völkl den Rosenheimer und
baute zum
Ende den Vorsprung sogar noch auf 22 zu 17 aus. Nach Platz 2 in der
Klasse bis
65kg drehte Schönhoff noch einmal richtig auf und fegte geradezu durch
die
Klasse bis 70 kg. Jetzt wieder mit der Leistung, die ihm das Wochenende
zuvor
am Star Cup zwei erste. Plätze einbrachte. Mit schnellen harten Kicks,
gegen
die seine Gegner machtlos waren, warf er einen nach dem anderen aus dem
Turnier
und holte sich am Ende den Titel des Süddeutschen Meisters bis 70
kg.
Michael Reiser
(Semikontakt),
welcher dieses Jahr unschlagbar zu sein scheint, holte sich am Star Cup
in
Mallersdorf ebenfalls zwei erste Plätze und gewann am Ende noch den
Tag-Team
Titel. In Niefern - wieder in der Favouritenrolle - wurde der
Rosenheimer den
Erwartungen gerecht und zeigte abermals eine herausragende Leistung.
Mit
lockeren Bewegungen tanzte Reiser seine Gegner geradezu aus um dann
blitzschnell mit harten Attacken nach vorne zu stürmen. So kämpfte sich
der
Rosenheimer in den Klassen bis 90 kg und plus 90 kg bis zum Finale vor,
wo er
sich in beiden Klassen jeweils den Titel des Süddeutschen Meisters
nicht
mehr nehmen ließ. Nach diesem Auftritt führt Reiser nun in zwei
Klassen die
Deutsche Rangliste an und hat sich schon jetzt als Starter für den
MTV
Rosenheim zur Weltmeisterschaft in Schottland qualifiziert.
Auch Ernst
Bergauer,
welcher in der Klasse Leichtkontakt bis 80 kg kämpfte, zeigte
eine
starke Leistung. Mit zwei schönen, klaren Siegen zog er ins Halbfinale
ein, wo
er auf Thomas Birkle aus Niefern traf. In einem harten und sehr knappen
Kampf
entschieden sich die Kampfrichter am Ende für den lokalen Kämpfer. Im
Kampf um Platz
3 gab der Rosenheimer noch einmal alles, um sich Punkte für die
Rangliste zu
sichern, was ihm auch gelang: mit 3 zu 0 Kampfrichterstimmen gewann er
diesen
Kampf klar und wurde Süddeutscher Bronzemeister.
Süddeutscher
Meistertitel
für
den
MTV-Kickboxer
Michael Reiser, Marco Schönhoff
Bayerischer Vizemeister 2010
Am
13.
Februar
2010
fand
in Mitteleschenbach nahe Nürnberg die Süddeutsche
Meisterschaft der ISKA im Kickboxen statt. Michael
Reiser
und
Marco
Schönhoff
vom MTV machten sich im Schneechaos auf den
Weg dorthin.
Marco
Schönhoff
startete
als
erster
in der Klasse bis 67 Kg. Den ersten Kampf
gegen den Augsburger Timo Schönrock konnte der Rosenheimer mit 9 zu 3
klar für sich entscheiden und zog somit auch schon ins Halbfinale
dieser Klasse ein. Sebastian Lettl vom Team Profighters aus Regensburg
machte dem Rosenheimer hier das Leben schwer. Schönhoff geriet zu
Beginn schnell in Rückstand und musste jetzt alles auf Angriff setzen.
Leider lief ihm die Zeit davon und er musste sich mit 10 zu 7 Punkten
geschlagen geben. Den Kampf um Platz 3 konnte Schönhoff im Anschluss
klar für sich entscheiden. In der
zweiten Gewichtsklasse, die Schönhoff ebenfalls belegte, startete er
nun gelassener und konnte in allen Vorkämpfen überzeugende Siege
verbuchen. Im Finale stand er der Nummer Eins des Teams Profighters aus
Regensburg gegenüber: Aylan Ertekül. Nach einem spannend beginnendem
Kampf behielt der Regensburger jedoch klar die Oberhand und verwies
Schönhoff am Ende mit 14 zu 8 Punkten auf den zweiten Platz.
Trainer
Michael
Reiser
vom
MTV
begann in der Klasse bis 89 Kg. Mit drei klaren
Siegen zog Reiser hier ins Finale ein und stand seinem Freund und
Bundesligateamkollegen Anatoli Kuschnier aus Amberg gegenüber. Mit
einigen schönen Einlagen begeisterten die beiden Kämpfer das Puplikum,
arbeiteten allerdings etwas zurückhaltend und respektvoll. Kurz vor
Ende war der Kampf noch unentschieden und erst in letzter Sekunde
konnte Kuschnier den Rosenheimer mit einem Roundkick zum Kopf auf den
2. Platz verweisen. Auch
in der Klasse Plus 89 Kg startete Reiser richtig durch. Ohne Rücksicht
setzte der Rosenheimer alles auf Sieg. Auch
schien
es,
als
hätte
keiner seiner Kontrahenten etwas entgegenzusetzen,
bis Reiser im Finale auf Thomas Bach vom Team Profighters aus
Regensburg traf. Mit sehr schnellen und gezielten Kicks drängte Bach
den Rosenheimer immer mehr in die Verteidigung. Reiser bewegte sich,
wich aus und versuchte seinerseits im richtigen Moment geeignete
Treffer zu setzten. Zweimal wurde der Rosenheimer schwer mit einem
Axkick an Rücken und Wirbelsäule getroffen. Doch Reiser ließ sich nicht
bremsen und machte nun selbst Druck. In letzter Sekunde tauchte der
Rosenheimer mit einer gewagten Bewegung unter dem Kick seines Gegners
durch und schlug in der Aufwärtsbewegung gezielt auf Gesicht und
Schläfe des Regensburgers. Im nächsten Moment war die Zeit um und der
Rosenheimer bekam den entscheidenden Siegespunkt zugesprochen, der dem
MTV-Kämpfer den Titel des Süddeutschen Meisters einbrachte.
Bundesligastart
2010 Zwei
MTV Kickboxer im Deutschen Bundesliga-Kader: M. Reiser und M. Schönhoff
In
Kelkheim
bei
Frankfurt
wurde
im Januar 2010 die Hinrunde zur 1. Kickbox
Bundesliga ausgetragen. Mit dabei im Team „Starfighters“: Michael
Reiser und Marco Schönhoff (Sportgemeinschaft Mallersdorf - Rosenheim).
Das Team Starfighter, welches im letzten Jahr Deutscher Vizemeister
wurde, startete ohne den erkrankten Florian Auer (Rosenheim), doch mit
einem starken Neuzugang. Anatoli Kuschnir aus Amburg. Auch wenn das
Team aus Hamburg, welches den Meistertitel im Vorjahr gewann, durch den
Ausfall von gleich drei Stammkämpfern nicht an der Hinrunde teilnehmen
konnte, waren die gegnerischen Teams doch sehr stark besetzt! Das Team der Starfighters musste im
ersten Kampf gegen die in Kelkheim heimische Mannschaft antreten. Durch
Siege von Simon Völkl, Christoph Ghare, Stephan Spannfellner und
Anatoli Kuschnir ging Michael Reiser aus Rosenheim mit einer
10-Punkte-Führung in den letzten Kampf und holte den ersten Sieg für
das Team Starfighters. Auch gegen den Vorjahresdritten,
das Team Storck, konnte man sich durchsezten, wenn auch knapp und
übernahm so erstmals die Führung im Gesamtvergleich. Gegen Team Hun Do Nordseefighters
startete Schönhoff in den ersten Kampf und konnte gleich einen
4-Punkte-Vorsprung für die Starfighters herausholen. Andreas Babe,
Anatoli Kuschnir, Michael Reiser und Stephan Spannfellner gewannen
ebenfalls und holten den nächsten Sieg. Gegen die wohl stärksten Rivalen,
das Team Match 1 aus Obermoschel, musste man nun gewinnen, wollte man
auf Platz 1 stehen bis zur Rückrunde. Bei den Starfighters startete
Simon Völkl in den ersten Kampf und gewann diesen mit 7 zu 3 Punkten.
Michael Reiser konnte gegen seinen Gegner im zweiten Kampf nochmals
vier Punkte für die Starfighters gutmachen. Andreas Babe musste im
Anschluss leider wieder fünf Punkte an das Team Match 1 abgeben und
somit war der Vorsprung leider schon auf drei Punkte geschmolzen. In Kampf vier stand der 19-jährige
und 67 kg schwere Stephan Spannfellner dem Weltmeister im
Schwergewicht, Dirk Hilger, gegenüber und musste sich klar mit 13 zu 2
geschlagen geben. Nun lag es an Anatoli Kuschnir im letzten Kampf noch
einmal aufzuholen. Sein Gegner war Günther Schönrock. Der 42-jährige
Seniorenweltmeister ließ den jungen Kuschnir nicht zum Zuge kommen,
immer wieder wich er den langen Kicks und beherzten Faustangriffen
geschickt aus und rettete den Sieg für Match 1 über die Zeit. Am Abend wurden noch die Punkte und
Treffer aller Begegnungen ausgewertet. Das Ergebnis fiel sehr knapp
aus: drei Teams waren punktgleich auf Rang Eins. Also wurden nun die
Punktdifferenzen der jeweiligen Einzelbegegnungen ausgerechnet. Das
Team der Starfighter kam hierbei zwar nur noch auf Platz drei, doch ist
noch alles für die Rückrunde offen.